loading...

Männergesundheit | IPP-Penisverkrümmung

IPP. Eine häufige andrologische Erkrankung.

Erkrankung und Symptome einer IPP/Penisverkrümmung.

Die IPP (Induratio Penis Plastica) ist eine chronische Erkrankung der Penisschwellkörper. Die Erkrankung ist nicht selten, je nach Studie sollen bis zu 8% aller Männer betroffen sein. Typische Symptome sind tastbare Veränderungen am Penis, die häufig mit einer Verkrümmung oder Abknickung und im späteren Verlauf auch mit einer Verkürzung des Penis zusammen auftreten. Die Verkrümmung bzw. die Abknickung des Penis beginnt meist sachte, kann aber bei fortschreitender Erkrankung bei 90° liegen, so dass kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist. Zusätzlich können Schmerzen im Penis und eine generelle Erektionsstörung auftreten. Bei den Veränderungen handelt es sich um überschießende Vernarbungen im Schwellkörpergewebe, die durch Biegung und Dehnung beim Geschlechtsverkehr hervorgerufen werden. Wieso einige Patienten betroffen sind, andere wiederum nicht, ist unklar. Eine genaue Ursache der Penisverkrümmung ist also unbekannt. Es werden u.a. genetische Grundlagen vermutet, da bei betroffenen Patienten stets die gleichen Chromosomen-Veränderungen beschrieben wurden.

„Es existieren viele innovative Therapiemöglichkeiten der IPP.“

Dr. Oliver Gralla

 

Abb. 1: Penisabknickung durch Schwellkörperplaque bei Induratio Penis Plastica – IPP

 

Die Erkrankung verläuft typischerweise in unterschiedlichen Phasen. In der ersten akuten Phase, die bis zu einem Jahr und darüber hinaus dauern kann, verstärken sich die Symptome zunehmend. Hier spielen Entzündungsprozesse im Schwellkörpergewebe eine Rolle. Bleiben die Symptome unverändert, ist die stabile Phase erreicht. Hierbei können Verkalkungen im Bereich der Vernarbungen auftreten. Eine Therapie sollte möglichst früh in der aktiven, entzündlichen Phase begonnen werden.

Abbildung mit freundlicher Genehmigung Klinikum Ingolstadt, Prof. Dr. Manseck

Diagnostik einer IPP (Induratio Penis Plastica):

Zur Einschätzung des Krankheitsverlaufes wird zunächst eine körperliche Untersuchung der Schwellkörper durchgeführt. Des Weiteren ist eine sonographische Untersuchung unerlässlich, um eine Verkalkung der Veränderungen auszuschließen. Im individuellen Fall können Hormonuntersuchungen und Untersuchungen von einzelnen Blutwerten des Stoffwechsels sinnvoll sein, um verursachende Begleiterkrankungen zu diagnostizieren. Eine weiteres wichtiges diagnostisches Mittel sind Fotos des Penis bei Erektion, um ein Ausmaß der Abknickung bzw. der Einschnürung der Schwellkörper vor und während der Therapie messen und verfolgen zu können. Darüber hinaus werden bei uns zu Beginn und im Laufe der Therapie Einschätzungen des Schmerzempfindens und der Lebensqualität bzgl. der Erkrankung und des Therapieerfolges dokumentiert.

Therapie einer IPP (Induratio Penis Plastica):

Es bestehen je nach Symptomatik, Verlauf der Erkrankung und individuellem Befund verschiedene Therapieoptionen:

MEDIKAMENTÖS:

Entzündungshemmer
PDE-5-Hemmer
Medikamentöse Oxygenierung
Angiogenese-Agonisten
Antioxidantien
Hormontherapie

MASSAGE/DEHNUNG:

Manuell Vakuum-Pumpe Dehnungsapparat

Lokale Therapie einer IPP (Induratio Penis Plastica) mit einer Extrakorporale Stoßwellentherapie – ESWT:

Therapie einer IPP (Induratio Penis Plastica) bzw. Penisverkrümmung mit einer Extrakorporale Stoßwellentherapie – ESWT Behandlung in Köln.

 

Mit der Extrakorporalen Stoßwellentherapie steht zum ersten Mal in der Behandlung der IPP ein Verfahren zur Verfügung, welches direkt vom behandelnden Arzt aktiv im betroffenen Gewebeabschnitt eingesetzt werden kann. Durch die fokussierten Stoßwellen lassen sich die Vernarbungen im Schwellkörper „aufweichen“, so dass bei gleichzeitiger Dehnung der Schwellkörperabknickung eine Verbesserung der Situation nach einigen Sitzungen zu erwarten ist. Die Therapie sollte möglichst früh und in einem multimodalen Ansatz erfolgen. D.h. zur ESWT sollten neben den Dehnungsübungen auch eine spezifische medikamentöse Therapie eingeleitet werden.

 

Es bestehen Weitere lokale Therapieoptionen, die allerdings als invasiv, kompliziert und nur mäßig erfolgversprechend gelten. Der Vollständigkeit halber sind diese ebenfalls aufgeführt.

Intraläsionale Injektionen (nicht in unserer Urologie-Praxis)
Iontophorese (nicht in unserer Urologie-Praxis)

Operation einer IPP (Induratio Penis Plastica) – Penisverkrümmung:

Bei länger bestehenden Erkrankungen und deutlich sichtbaren Veränderungen kann bei Einschränkungen der Fähigkeit zur Durchführung des Geschlechtsverkehrs eine Operation sinnvoll sein. Hierbei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Operationsmethoden zur Aufrichtung einer Abknickung oder Verkrümmung des Penis:

  1. Raffung der Schwellkörper (OP nach Nesbit oder OP nach Schröder-Essed): Hierbei werden an der Schwellkörperseite entgegengesetzt der Narbigen Veränderungen Raffungsnähte angelegt, so dass sich der Penis aufrichtet. Die Operation ist relativ zügig und mit wenig Risiken und Komplikationen durchzuführen. Hierbei kommt es allerdings grundsätzlich zu einer Verkürzung der Schwellkörperlänge.

Abbildung mit freundlicher Genehmigung Klinikum Ingolstadt, Prof. Dr. Manseck

Verlauf der Erkrankung/Therapieerfolg

Die IPP ist eine relativ häufige Erkrankung, dennoch ist der Verlauf nicht gut einzuschätzen. Bei etwa einem Drittel der Fälle ist ein Fortschreiten der Veränderung mit oben beschriebenen Symptomen zu erwarten. Bei einem weiteren Drittel bleibt der erste Befund über Jahre bestehen. In 30 % kann ein Rückgang der Symptome ohne weitere Therapie auftreten.

Mit der o.g. multimodalen Therapie ist je nach Anfangsstadium eine recht hohe Wahrscheinlichkeit gegeben (ca.75%), dass es zu Besserungen der Symptomatik kommt. Ob der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden kann, ist unklar und abhängig vom Stadium der Erkrankung. Grundsätzlich gilt: Je früher die Therapie begonnen wird, desto besser die zu erwartenden Ergebnisse.

Welche Therapie für in Ihrer individuellen Situation die richtige ist, kann nur in einem persönlichem Gespräch.

„Die beste Therapie entscheidet sich nach der Symptomatik und dem Verlauf der IPP.“

Dr. Marc Birkhahn

Kostenübernahme:

Zu einem gewissen Teil werden die Therapien von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Häufig handelt es sich allerdings um orthomolekulare oder sogenannte „off-label“ Therapien, so dass die Kosten vom Patient getragen werden müssen. Die ESWT-Behandlung ist bei gesetzlich versicherten Patienten grundsätzlich nicht über die Krankenkasse abgedeckt, kann aber als Selbstzahlerleistung in Anspruch genommen werden. Bei Privatversicherten sind die Kostenübernahmen für die verschiedenen Therapiemodalitäten individuell zu prüfen. Eine operative Therapie ist in jedem Fall über die Krankenkasse abgesichert, unabhängig von der OP-Methode und unabhängig vom Versicherungsstatus.

Mehr zum Thema extrakorpolare Stosswellentherapie (ESWT) finden Sie hier oder wir informieren sie in einem persönlichem Gespräch.

Lokale Therapie einer IPP (Induratio Penis Plastica) mit einer Extrakorporale Stoßwellentherapie – ESWT:

Therapie einer IPP (Induratio Penis Plastica) bzw. Penisverkrümmung mit einer Extrakorporale Stoßwellentherapie – ESWT Behandlung in Köln.

Mit der Extrakorporalen Stoßwellentherapie steht zum ersten Mal in der Behandlung der IPP ein Verfahren zur Verfügung, welches direkt vom behandelnden Arzt aktiv im betroffenen Gewebeabschnitt eingesetzt werden kann. Durch die fokussierten Stoßwellen lassen sich die Vernarbungen im Schwellkörper „aufweichen“, so dass bei gleichzeitiger Dehnung der Schwellkörperabknickung eine Verbesserung der Situation nach einigen Sitzungen zu erwarten ist. Die Therapie sollte möglichst früh und in einem multimodalen Ansatz erfolgen. D.h. zur ESWT sollten neben den Dehnungsübungen auch eine spezifische medikamentöse Therapie eingeleitet werden.

Es bestehen Weitere lokale Therapieoptionen, die allerdings als invasiv, kompliziert und nur mäßig erfolgversprechend gelten. Der Vollständigkeit halber sind diese ebenfalls aufgeführt.

Intraläsionale Injektionen (nicht in unserer Urologie-Praxis)
Iontophorese (nicht in unserer Urologie-Praxis)

Operation einer IPP (Induratio Penis Plastica) – Penisverkrümmung:

Bei länger bestehenden Erkrankungen und deutlich sichtbaren Veränderungen kann bei Einschränkungen der Fähigkeit zur Durchführung des Geschlechtsverkehrs eine Operation sinnvoll sein. Hierbei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Operationsmethoden zur Aufrichtung einer Abknickung oder Verkrümmung des Penis:

  1. 1.Raffung der Schwellkörper (OP nach Nesbit oder OP nach Schröder-Essed): Hierbei werden an der Schwellkörperseite entgegengesetzt der Narbigen Veränderungen Raffungsnähte angelegt, so dass sich der Penis aufrichtet. Die Operation ist relativ zügig und mit wenig Risiken und Komplikationen durchzuführen. Hierbei kommt es allerdings grundsätzlich zu einer Verkürzung der Schwellkörperlänge.
nach oben