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Männergesundheit | Feigwarzen

Feigwarzen sicher und schnell behandeln und HPV abklären.

Sichere und schnelle Behandlung von Feigwarzen (Genitalwarzen) beim Mann in Köln.

Feigwarzen, die medizinisch als Condylomata acuminata oder Kondylome bezeichnet werden, sind eine spezielle Form von Warzen, die vor allem im Genitalbereich auftreten. Im englischsprachigen Raum werden sie meist als genital warts („Genitalwarzen“) bezeichnet. Beim Mann kommt es vor allem am Penis und im Schambereich, aber auch im Analbereich, zu oft mehreren, anfangs kleinen später bis zu erbsgroßen Warzen. Häufig kommt es zu kleinen Blutungen oder Verschorfungen der Befunde.

 

„Es gibt mehrere sehr effektive Methoden Condylome zu behandeln. Eine chirurgische Entfernung ist sicher die schnellste und bringt einen schnell wieder ins normale Leben.“

Dr. Oliver Gralla

Beim Mann kommt es vor allem am Penis und im Schambereich, aber auch im Analbereich, zu oft mehreren, anfangs kleinen später bis zu erbsgroßen Warzen. Häufig kommt es zu kleinen Blutungen oder Verschorfungen der Befunde.

Das Problem ist:


Feigwarzen sind ansteckend. Das bedeutet, dass Feigwarzen unbehandelt an Zahl und Größe zunehmen und sich auch auf andere Bereich des Körpers verteilen können. Eine große Gefahr besteht dabei insbesondere bei der Genitalrasur. Ein weiteres Problem ist, dass die Gefahr besteht, dass der Betroffene seine Partnerin oder seinen Partner mit den Feigwarzen infiziert, was gerade für Frauen sehr unangenehme Konsequenzen haben kann.

Wie werden Feigwarzen behandelt?

Es gibt die Möglichkeit Feigwarzen durch spezielle Salben oder Tinkturen zu behandeln. Kleine Befunde lassen sich damit oft gut behandeln, aber man muss sich auf eine lange Behandlungsdauer einstellen. Die Therapie wird zum Teil bis zu 16 Wochen empfohlen. Sofern die Feigwarzen nicht sicher mit einem Kondom zu verhindern sind, darf in dieser Zeit kein Geschlechtsverkehr erfolgen, um einen Ping-Pong Effekt zu vermeiden.

Eine schnellere und sichere Methode stellt die chirurgische Entfernung der Befunde dar. Früher wurde hierzu gerne der Laser eingesetzt, da man sich davon eine geringere Narbenbildung versprach. Die meisten Operateure sind von diesem Verfahren abgerückt. Auch wir in der Urologie am Ring sehen keinen -auch keinen kosmetischen Vorteil- der Lasertherapie bei zusätzlicher Gefahr der Virusverschleppung durch Vaporisation des Gewebes. Wir führen deshalb ein chirurgisches Verfahren mit dermatochemischer Behandlung durch.

Wie läuft eine Entfernung von Feigwarzen in der Urologie am Ring in Köln ab?

Nachdem die Haut zuerst durch das Auftragen einer anästhesierenden Salbe betäubt wird, erfolgt die örtliche Betäubung des tieferen Gewebes mit einer feinen Kanüle. Durch diese schrittweise Betäubung machen wir die Injektion in diesem sehr sensiblen Bereich so wenig unangenehm wir möglich. Dann wird zunächst der Befund oberflächlich entfernt und daraufhin mögliche verbliebene Viren besonders an den Wundrändern mit einer speziellen Säurelösung entfernt. Daraufhin wird der Wundgrund mit elektrischem Strom verschorft. Die Wunde kann daraufhin vernäht werden oder bei kleinen Bereich von alleine heilen.

Natürlich erfolgt der Eingriff ambulant.


Wie sind die Heilungschancen bei Feigwarzen? Gibt es eine HPV Impfung für den Mann?

Feigwarzen haben eine Tendenz zur Wiederkehr. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei ca. 40-50%. In den aktuellen Leitlinien der führenden Fachgesellschaften wird darauf hingewiesen, dass die HPV Impfung in Verbindung mit einer chirurgischen Behandlung das Risiko des Wiederauftretens reduzieren kann. In mehreren großen Studien halbierte sich das Risiko für das Wiederauftreten von Feigwarzen bei Männern, die geimpft wurden. Studien zu diesem Thema findet man z.B. unter:
» http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26147096,
» http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24606637

Dies bedeutet aber auch, dass auch nach einer Impfung das Risiko nicht bei Null liegt und es besteht gleichzeitig ein gewisses Risiko für gesundheitliche Schäden durch die Impfung. Dies hat dazu geführt, dass wichtige Institutionen wie z.B. das Robert Koch Institut nicht zu einer Impfung raten. Zudem ist der Impfstoff für Männer eigentlich überhaupt nicht vorgesehen, sondern nur für Frauen zugelassen. Dadurch übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Impfung von ca. 500 Euro nicht. Private Kassen übernehmen in der Regel die Kosten der Impfung gegen HP Viren.
Wir führen die Impfung gegen diese Art von Warzen unter bestimmten Umständen in der Urologie am Ring durch, so zum Beispiel bei sehr häufigem Auftreten. Das Für und Wider muss allerdings sehr sorgfältig besprochen werden.

Was sind HPV Viren?

Feigwarzen sind durch Viren verursacht, die man als humane Papillomaviren oder HP Viren bezeichnet. Oft wird auch von HPV Viren gesprochen, obwohl das an sich nicht ganz korrekt ist. Man kennt mittlerweile über 120 verschiedene Subtypen von HP Viren. Diese Typen werden in zwei Gruppen „high risk“ und „low risk“ unterteilt. Das „Risiko“ bezieht sich dabei auf das Risiko Krebs zu erzeugen: Dabei hauptsächlich das Risiko gemeint, Gebärmutterhalskrebs bei der Frau auszulösen. Dieses krebserregende Risiko von HPV Viren ist gut untersucht. Es gibt vereinzelt Hinweise darauf, dass auch das Risiko für Analkrebs (Tumoren im Afterbereich) und Peniskrebs (ein spezieller Hauttumor im Penisbereich) erhöht ist. Allerdings scheint dies vor allem bei Patienten mit schweren Immunstörungen wie AIDS kranken Patienten von Bedeutung zu sein. 

Feigwarzen und das Thema HPV sorgt für viel Verunsicherung bei Männern.“

Dr. Marc Birkhahn

Was bedeutet low risk HPV? Was bedeutet high risk HPV?

Die low risk HP Viren sind die häufigsten Verursacher von Feigwarzen. Die Untertypen HPV 6 und HPV 11 sind die häufigsten Arten. Sie ändern den in den Zellen verankerten Bauplan so, dass nicht mehr gesunde Haut, sondern Genitalwarzen entstehen. In den äußerlich sichtbaren Warzen sind sie in hoher Konzentration nachweisbar. Blut oder Hautpartikel aus den Warzen können deshalb zur Ansteckung von Sexualpartnern, aber auch von bis dahin gesunder Haut bei einem selbst führen, zum Beispiel mit der Rasierklinge bei der Genitalrasur. Nach Entfernung oder Heilung der äußerlichen Warzen können die Viren in den tiefen Hautschichten versteckt bleiben und zu erneuten Ausbrüchen führen. Diese tief sitzenden HPV Viren sind allerdings nicht mehr ansteckend. High Risk HPV hingegen führen zusätzlich zu einer erhöhten Gefahr, dass es bei der Frau zu Gebärmutterhalskrebs kommen kann. Auch gibt es vereinzelte Hinweise darauf, dass das Risiko von Analkrebs oder Penistumoren erhöht ist.

Was müssen Sie tun, wenn bei Ihrer Frau HPV Viren festgestellt wurden?

Sofern bei Ihrer Frau ein Befall mit HPV Viren festgestellt wurde, sollten Sie sich urologisch untersuchen lassen. Zunächst wird der Hautzustand, am besten unter Zuhilfenahme einer Vergrößerung, eines Dermatoskops, beurteilt.

Wie läuft ein HPV Test ab?

Wenn keine Hautveränderungen sichtbar sind, ist zur zusätzlichen Sicherheit ein Hautabstrich zum direkten Nachweis des Erregers (der HPV DNA) möglich. Hierbei können eine Vielzahl der wichtigen high risk HPV direkt nachgewiesen werden. Hierzu gewinnen wir durch „Abrubbeln“ der Haut mit einer kleinen Biopsiebürste an der Außenhaut des Penis und der Eichel Hautmaterial, dass dann in einem speziellen Test, der sogenannten PCR, untersucht wird.

Was bedeutet eine high risk HPV Infektion bei Männern?

Bei Männern mit einem intakten Immunsystem ist das Risiko für eine Krebserkrankung durch den HPV nicht wesentlich erhöht. Zudem schafft es der Körper bei 90% der Patienten die Infektion innerhalb von 2 Jahren ausheilen zu lassen. Der Mann der Träger von high risk HPV ist, sollte allerdings nur geschützten Geschlechtsverkehr durchführen, um seine Partnerin nicht zu infizieren. Inwieweit man die Abheilung durch Salben oder Impfungen unterstürzen kann, muss man im Einzelfall besprechen.

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