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Urologie | Urologische Notfälle

Wenn Sie dringend zum Urologen müssen.

Urologische Notfälle in Köln.

Wenn es darauf ankommt schnell Hilfe zu erhalten, Sind wir für Sie da.

„Gerade bei plötzlich aufgetretenen Problemen im urologischen Bereich sollte man lieber einmal zu viel zum Arzt gehen als etwas zu übersehen.“

Dr. Marc Birkhahn

Nierenkoliken

Nieren– oder Harnleiterkoliken werden meist durch Steine verursacht, die im ableitenden Harnsystem nach unten gespült werden. Steine bis zu 5 mm können dabei spontan – d.h. ohne ärztliche Hilfe – häufig unter stärksten Schmerzen bis in die Blase gelangen, von wo sie dann problemlos ausgeschieden werden können. Oft sind die Schmerzen aber so massiv, dass eine notfallmäßige Vorstellung beim Urologen oder in der Klinik erfolgen muss. Sollte eine medikamentöse Unterstützung zur Entlastung der Beschwerden nicht ausreichen, kann das Einbringen eines Harnleiterkatheters notwendig werden. Dadurch wird der Druck aus dem ableitenden Harnsystem genommen, was sofort zur Beendigung der Schmerzen führt.

Nebenhodenentzündung

Die Nebenhodenentzündung zählt zu den häufigen urologischen Notfallsituationen. Hervorgerufen wird sie meist durch aufsteigende Harnwegsinfektionen, oft durch Chlamydien verursacht. Der Nebenhoden der betroffenen Seite schwillt mitunter massiv an und ist bei Berührung extrem schmerzhaft. Die Diagnose wird durch vorsichtige Tast- und Ultraschalluntersuchungen gestellt. Die Therapie besteht in einer angepassten Antibiotikatherapie, Ruhigstellung des Hodens und permanente Kühlung. Bei schwerwiegenden Verläufen kann eine stationäre Therapie mit intravenöser Antibiotikatherapie indiziert sein, in seltenen Fällen muss bei einer Vereiterung sogar eine Operation erfolgen.

Prostataentzündungen

Akute Prostataentzündungen werden durch verschiedene Bakterien hervorgerufen und verursachen ein insgesamt deutliches Krankheitsgefühl mit Fieber, Abgeschlagenheit und Schmerzen beim Wasserlassen. Die Therapie besteht in der Gabe von passenden Antibiotika, ggf. zusätzlich mit Medikamenten zur Entlastung der Prostata. Bei einer akuten Prostataentzündung sollte auf jeden Fall eine eitrige Abszedierung ausgeschlossen werden, da hierbei eine operative Therapie notwendig werden würde.

Nierenbeckenentzündungen

Nierenbeckenentzündungen folgen oft nach durchgemachten Blasenentzündungen und verursachen mitunter starke Schmerzen im Rücken. Im Gegensatz zu den steinbedingten Koliken handelt es sich hierbei meist um dauerhafte und nicht um kolikartige Schmerzen. Ein Stein und eine Harnstauung müssen auf jeden Fall ausgeschlossen werden. Therapie der Wahl sind passende Antibiotika, bei schwerwiegenden Verläufen ggf. unter stationären Bedingungen im Krankenhaus mit intravenöser Antibiotikagabe.

„Nierenkoliken gehören zu den schlimmsten Schmerzen überhaupt – viele Frauen sagen es ist schlimmer als eine Geburt.“

Dr. Oliver Gralla

Infizierte Harnstauungsniere/urospetischer Schock

Liegt eine Nierenbeckenentzündung vor, bei der gleichzeitig der Urin nicht abfließen kann – z.B. durch einen im Harnleiter liegenden Stein, ein Blutgerinnsel oder eine Vernarbung – kann es zu einer Urosepsis kommen. Bei dieser  Erkrankung gelangen Urinbakterien in das Blutsystem und verursachen eine Entzündungsreaktion im ganzen Körper. Dieses kann bis zum Schock führen und ist eine sehr gefährliche Situation, die unbedingt in einer Klinik behandelt werden muss. Hauptsymptome sind ein deutliches allgemeines Krankheitsgefühl mit Abgeschlagenheit, hohem Fieber, Schmerzen im Rücken und oftmals Beschwerden beim Wasserlassen. Suchen Sie sofort eine Klinik auf!

Harnverhalt

Harnverhalt beschreibt die Unfähigkeit, eine prall gefüllte Blase zu entleeren. Ab einer bestimmten Füllung ist die Blasenwand derart gespannt, dass sich starke Schmerzen entwickeln. Der häufigste Grund für einen Harnverhalt ist die gutartige Prostatavergrößerung beim Mann (BPH). Häufig tritt ein Harnverhalt nach Alkoholgenuss auf. Zur Therapie wird als erstes ein Blasenkatheter zur Entlastung gelegt, damit sich die Blase entleeren kann. Anschließend kann je nach individueller Konstitution darüber entschieden werden, ob zunächst eine medikamentöse Therapie oder eine Operation zur Verkleinerung der Prostata durchgeführt werden soll.

In seltenen Fällen sind auch Kinder und Frauen von einem Harnverhalt betroffen. Hierbei sollten immer Schädigungen der Nervenversorgung der Blase durch neurologische oder internistische Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Hodenverdrehung – Torsion

Eine Hodentorsion ist ein akutes Ereignis und findet häufig während körperlicher Aktivität, z.B. beim Sport, statt. Hierbei verdreht sich der Samenstrang mit anhängendem Hoden und Nebenhoden im Hodensack, so dass die im Samenstrang enthaltenen Blutgefäße gegeneinander verdreht werden. Durch den plötzlichen Blutstau kommt es zu einem akuten und massiven Schmerzereignis. Die Hodentorsion kann sich in einigen Fällen von selbst zurückdrehen, trotzdem sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eine bestehende Torsion ist ein akuter Notfall und wird sofort operativ versorgt. Ist die Durchblutung es Hodens für mehr als 5 Stunden unterbrochen, kann sich das Organ nicht mehr regenerieren und muss operativ entfernt werden.

Paraphimose

Bei der Paraphimose ist die Vorhaut noch über die Eichel zu streifen, kann aber durch einen zu kleinen Durchmesser nicht wieder zurück geschoben werden. Dadurch kann es durch Lymphstau zu allmählicher Verdickung der Eichel kommen, was die Verdickung verstärkt und allmählich in Schmerzen und Minderdurchblutung mündet. Eine Paraphimose kann durch den geübten Urologen mit speziellen Handgriffen aufgehoben werden. Bei schwereren Fällen muss eine Beschneidung durchgeführt werden.

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