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Männergesundheit | Mikro-TESE

Mikrochirurgische testikuläre Spermienextraktion

Unfruchtbarkeit beim Mann: Azoospermie
Kann Mann noch Kinder zeugen?

Paare, bei denen die Diagnose Azoospermie (keine Spermien im Sperma) oder Kryptozoospermie (so gut wie keine Spermien im Sperma) gestellt wurde, fühlen sich häufig sehr allein gelassen. Wirklich tiefgreifende Lebensplanungen sind bedroht: Heißt das nun, dass Mann keine Kinder zeugen kann? Sind eigene Kinder ausgeschlossen? Wenn eine Azoospermie vorliegt und damit keine Spermien im Sperma zu finden sind, ist das Kinderzeugen auf normalem Wege nicht möglich. Eine künstliche Befruchtung (meist über die sogenannte ICSI-Methode) ist aber sehr wohl möglich, wenn es gelingt über eine Hodenbiopsie Spermien direkt aus dem Hoden zu gewinnen. Hodenbiopsie –testikuäre Spermienextraktion (TESE) – bedeutet, dass im Rahmen einer kurzen OP Hodengewebe entnommen wird.

„Die Spermiensuche unter dem Operationsmikroskop kann eine Chance bei unerfüllten Kinderwunsch sein.“

Alexander Sahi

Welche Formen der Azoospermie (Unfruchtbarkeit beim Mann) gibt es?

Etwa 15% aller Männer mit unerfülltem Kinderwunsch leiden unter dem nicht Vorhandensein von Spermien in der Samenflüssigkeit (Azoospermie). Hierbei unterscheidet man zwischen der verschliessenden Azoospermie (obstruktiv) und der nicht-verschliessenden Azoospermie (nicht-obstruktiv). Bei der obstruktiven Azoospermie ist die Bildung der Spermien (Spermatogenese und Spermiogenese) im Hodengewebe ungestört. Aufgrund eines Verschlusses oder gar dem kompletten Fehlen der ableitenden Samenwege können keine Spermien in die Samenflüssigkeit gelangen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Die Problematik kann angeboren (genetisch) oder erworben (nach Entzündungen oder Operationen) sein. – unproblematische Spermienproduktion

Im Gegensatz hierzu liegt die Ursache für das nicht Vorhandensein von Spermien (Azoospermie) in der Samenflüssigkeit bei der nicht-obstruktiven Azoospermie nicht bei einer Störung der Samenwege, sondern bei einer Bildungsstörung im Hodengewebe. Zwangsläufig bedeutet dies noch nicht, dass überhaupt keine Spermien vorhanden sind. Allerdings ist die Menge nicht ausreichend um den Nebenhoden zu passieren und in die Samenflüssigkeit zu gelangen. Nichtsdestotrotz lassen sich in bis zu 50% der Fälle einer nicht-obstruktiven Azoospermie Spermien in dem Hodengewebe operativ finden, welche für eine künstliche Befruchtung (ICSI – intrazytoplasmatische Spermieninjektion) nutzbar sind. Auch in diesem Fall existieren unterschiedliche Ursachen für die zugrunde liegende Problematik, hierzu zählen u.a.: genetische Besonderheiten, angeborener oder erworbener Hodenhochstand, stattgehabte Infektionen, bösartige Grunderkrankungen mit nachfolgender medikamentöser Therapie (Chemotherapie) oder Bestrahlungen und die Behandlung bzw. der Missbrauch von Testosteron.

Wann führt man eine Hodenbiopsie (TESE oder Mikro-TESE) durch?

Die TESE (Testikuläre Spermienextraktion) erfolgt bei Männern, die in der Samenflüssigkeit keine (Azoospermie) oder nur sehr wenige (Kryptozoospermie) Spermien haben. Nur so kann der Mann eigene Kinder zeugen. Die Spermien werden dann meist eingefroren (Kryokonservierung) und zur künstlichen Befruchtung (meist ICSI) verwendet.

Aktuelle Studien legen zudem die Vermutung nahe, dass auch Männer mit einer geringen Samenqualität (OAT-Syndrom) von einer Mikro-TESE profitieren können. Insbesondere Paare die bereits ein- oder mehrere erfolglose Versuche einer künstlichen Befruchtung (ICSI – intrazytoplasmatische Spermieninjektion) durchführten, können ihre Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen wenn für weitere Versuche bioptisch entnommene Spermien verwendet werden.

Was ist das Besondere an der Mikro-TESE?

Bei der normalen Hodenbiopsie TESE wird über einen Schnitt am Hoden ungezielt, zufällig Hodengewebe entnommen. Wenn in vielen Bereichen des Hodens Spermien produziert werden – wie bei einer sog. obstruktiven Azoospermie – ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass auch zufällig Spermien gefunden werden.  Wenn in nur wenigen Bereichen des Hodens Spermien produziert, reicht das zufällige Vorgehen nicht:

Wir führen die TESE in einer mikrochirurgischen Technik durch, d.h. unter Nutzung eines Operationsmikroskops, um die Strukturen des Hodengewebes deutlich genauer beurteilen zu können und um eine möglichst große Ausbeute an Spermien zu erhalten. Gegenüber einer konventionellen TESE ohne Nutzung eines OP-Mikroskops hat die mikrochirurgische Operationsmethode eine deutlich höhere Chance, dass Spermien gefunden werden können.

Zuerst wurde diese Methode von der Arbeitsgruppe um den amerikanischen Urologen Peter Schlegel vorgestellt. Es zeigte sich ein deutlicher Überlegenheitsvorteil für das Auffinden von Spermien im Falle einer nicht-obstruktiven Azoospermie im Gegensatz zur konventionellen TESE. Diese Methode wurde ab 2008 durch Frau Prof. Dr. Kliesch weiter verfeinert und die Erfolgsraten konnten stetig verbessert werden. Bundesweit beherrschen aktuell lediglich 5 Kollegen diese weiterentwickelte Technik. In der Zeit an der Universitätsklinik Münster konnte Dr. Sahi die Technik von Frau Prof. Kliesch erlernen und mehr als 200 Mal durchführen. Die beachtliche OP-Frequenz konnte die persönlichen Fertigkeiten perfektionieren und führt so zu einer maximalen Erfolgsausbeute.

Wie ist der Erfolg der Mikro-TESE bei Unfruchtbarkeit des Mannes?

Vor der Operation kann leider nicht sicher vorhergesagt werden, ob Spermien zu finden sein werden. Tendenziell lässt sich sagen: je größer und volumenreicher die Hoden sind und je geringer der FSH-Wert ist, desto höher ist die Erfolgswahrscheinlichkeit. Allerdings schließt ein kleines Hodenvolumen bei hohem FSH-Wert einen Erfolg nicht aus. Zudem sollte der Testosteronwert mind. eine Höhe von 8nmol/l haben. Ganz grob ist zu sagen, dass es in 25-50% der Fälle gelingt, Spermien aus dem Hoden zu gewinnen. Es ist also leider nicht in allen Fällen möglich, Paaren zu eigenen Kindern zu verhelfen, aber die Mikro-TESE ist die erfolgversprechenste Variante bei dieser lebensbestimmenden Entscheidung.

Wie läuft die Mikro-TESE bei Azoospermie ab?

Die Operation findet unter lokaler Betäubung oder in Vollnarkose statt.

Wir entnehmen in der Regel pro Hodenseite bis zu 8 Biopsien.

Bei jeder Operation beurteilen wir auch die Anlage des Nebenhodens und sehen, ob ggf. Fehlanlagen oder Verschlüsse der ableitenden Samenwege vorhanden sind. Sollte es sinnvoll sein, wird auch aus dem Nebenhoden Samenflüssigkeit entnommen und auf Spermien untersucht (mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration – MESA).

Welche Untersuchung sind bei einer Azoospermie oder OAT Syndrom notwendig?

Vor einer möglichen Operation erfolgt zunächst eine gründliche körperliche sowie laborchemische Untersuchung. Insbesondere müssen auch genetische Faktoren abgeklärt werden um abschätzen zu können, ob eine Operation sinnvoll ist. Erst wenn alle Befunde vorliegen erfolgt nach gründlicher Aufklärung die operative Therapie.

Auswärtige Patienten können gerne bereits vorhandene Befunde vorlegen um Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Nach einem Erstgespräch bei uns können Sie meist nach Eingang möglicher Untersuchungsbefunde direkt einen OP-Termin vereinbaren. Zu beachten ist aber die mitunter notwendige zum Teil wochenlange hormonelle Vorbehandlung. Wann immer möglich, bieten wir Ihnen einen Termin nach Ihren Wünschen an.

Wann kann ich nach der TESE wieder arbeiten?

Sie erhalten von uns eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem OP-Tag für eine Woche. Je nach beruflicher Aktivität ist es Ihnen danach wieder möglich zu arbeiten. In den ersten Tagen nach der OP sollten Sie sich körperlich schonen. Mit sportlicher Aktivität sollten sie ca. 4 Wochen pausieren.

Für Patienten, die nicht aus Köln kommen, empfehlen wir sich in den ersten 1 – 2 Tagen nach der OP wohnortnah bei Ihrem Urologen zur Wundkontrolle vorstellen. Gerne bieten wir Ihnen an, sich 3 Monate nach der Operation erneut bei uns vorzustellen. Wir werden dann eine Kontrolle mit einer Ultraschalluntersuchung machen und die Hormonwerte bestimmen. Bitte vereinbaren Sie dazu frühzeitig einen Termin mit unserer Anmeldung.

Muss ich vor der TESE sexuell enthaltsam sein?

Vor der Operation brauchen Sie keine sexuelle Karenz einhalten. Nach der Operation können Sie dann erneut sexuell aktiv werden, wenn es schmerzbedingt wieder möglich ist.

Wird der Eingriff sehr schmerzhaft sein?

Erfahrungsgemäß ist der Heilungsverlauf nach der Operation sehr zügig. Sie sollten keine wesentlichen Schmerzen haben. Anfänglich ist es normal, wenn Sie ein leichtes Ziehen und Druckgefühl im Genitalbereich und Unterleib haben. Möglicherweise wird es angenehmer sein, wenn Sie nach der OP eine straffe Unterhose anziehen, um das Genital eher zu fixieren. Zuhause sollten Sie den Hodensack z.B. durch das Unterlegen eines kleinen gefalteten Handtuchs hochlagern. Zusätzlich kann der Hodensack mittels Kühlkompressen, die ebenfalls in ein Tuch oder einen Waschlappen eingeschlagen sind, gekühlt werden. Sie sollten sich in den ersten Tagen eher öfters hinlegen und die Beine hochlagern. Kontinuierliches Sitzen bzw. Herumlaufen sollte vermieden werden.

Muss die TESE stationär durchgeführt werden?

Die Operation ist ein eher kleiner Eingriff und in der Regel sind Sie nach der Operation wieder gut mobil und bereit, die Praxis zu verlassen. Eine stationäre Nachbetreuung ist nicht notwendig. Patienten, die eine weite Anreise zu uns haben, sollten in der Nacht zuvor im Hotel übernachten.

Kann ich nach der Operation mit dem Auto nach Hause fahren?

Nach der Operation und Narkose dürfen Sie 24 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Sie dürfen kein Auto fahren und nicht alleine den Zug nutzen. Sie benötigen für 24 Stunden eine Begleitperson, auch in der ersten Nacht zuhause oder im Hotel

Kann ich etwas tun, um die Chancen auf Spermien in der TESE zu verbessern?

Falls eine hormonelle Vorbehandlung bei Ihnen persönlich sinnvoll ist, werden wir dies mit Ihnen bei der Erstvorstellung und in Anbetracht der Hormonwerte besprechen. Sie sollten sich ausgewogen, vollwertig und gesund ernähren, Nahrungsergänzungspräparate sind in der Regel nicht erforderlich. Nikotin schränkt die Fruchtbarkeit der Spermien sehr stark ein, deshalb ist eine Nikotinkarenz mindestens 6 Monate vor der TESE optimal.

Kann ich durch Testosterongaben meine Spermienproduktion verbessern?

Nein, Testosteron ist kontraproduktiv und führt dazu, dass weniger Spermien im Hoden gebildet werden. Von außen zugeführtes Testosteron wirkt wie die „Pille“ für den Mann. Wenn Sie bereits vor der TESE einen Testosteronmangel haben, besprechen wir mit Ihnen eine alternative Therapie vor der TESE.

Im Hoden wird doch auch Testosteron produziert. Leidet mein Testosteronwert unter der Gewebeentnahme durch die TESE?

Bei der TESE werden technisch bedingt immer auch die Zellen (Leydig-Zellen), mit entnommen, die das Testosteron produzieren. In einer Hormonkontrolle bestimmen wir vor der OP immer auch den Testosteronwert. Sollten sich Auffälligkeiten zeigen, werden wir das mit Ihnen besprechen.

Es wurden Spermien in der TESE gefunden. Wie geht es jetzt weiter?

Mit den gefunden Spermien ist eine Kinderwunschbehandlung mittels der ICSI-Methode (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) möglich. Dazu muss sich Ihre Partnerin in einem Kinderwunschzentrum vorstellen. Nähere Informationen hierzu geben wir Ihnen gerne bei der Erstvorstellung.

Es wurden Spermien in der TESE gefunden. Sind diese auch gut beweglich und können für eine ICSI genutzt werden?

In der Regel sind Spermien, die im Hodengewebe gefunden werden, immer eher unbeweglich, da Spermien erst beim Durchwandern des Nebenhodens ihre volle Beweglichkeit erreichen. In Kinderwunschzentren prüfen Biologen vor der ICSI die Spermien mit einer Lasertestung auf Vitalität, so dass nur lebendige, zur Befruchtung fähige Spermien in die Eizellen eingebracht werden.

Es wurden Spermien gefunden. Kann jedes Kinderwunschzentrum mit den TESE-Proben eine ICSI-Behandlung durchführen?

Falls die Behandlung in einem wohnortnahen Kinderwunschzentrum durchgeführt werden soll, empfehlen wir, dort zu erfragen, ob das Zentrum über große Erfahrung mit der Durchführung einer TESE-ICSI verfügt.

Es wurden Spermien in der TESE gefunden. Wie viele Versuche einer ICSI können damit gemacht werden?

Wie viele ICSI-Versuche mit den Biopsien durchgeführt werden können, hängt von der Zahl der gefunden Spermien und von der Zahl der zu befruchtenden Eizellen ab. Bei sehr guten Spermienzahlen sind auch mehrere ICSI-Versuche möglich. Grundsätzlich kann eine TESE auch ein zweites Mal gemacht werden. Ob dies in Ihrem Fall sinnvoll und möglich ist, können wir in einem Gespräch mit Ihnen einschätzen.

Wie geht es weiter, wenn in meiner TESE keine Spermien gefunden werden?

Leider ist es dann nicht möglich, mit eigenen Spermien einen Kinderwunsch zu verwirklichen. Grundsätzlich ist in Deutschland die Fremdsamenspende ein rechtlich erlaubtes Verfahren. In vielen Kinderwunscheinrichtungen ist eine Behandlung mit Fremdsamen möglich. Dieses Verfahren wird heterologe oder donogene Kinderwunschbehandlung genannt.

Informationen zur Aufnahme eines Pflege- oder Adoptivkindes erhalten Sie über das örtliche Jugendamt in Ihrer Stadt. Dort finden auch Seminare für Paare statt, die sich um ein Kind bemühen möchten. Des Weiteren gibt es verschiedene Träger über die Sie weitere Informationen erhalten können.

In der TESE wurden keine Spermien gefunden. Gibt es die Möglichkeit, aus anderen Körper- oder Stammzellen die Eizellen meiner Frau zu befruchten?

Zum jetzigen Zeitpunkt existiert keine wissenschaftliche Methode, Spermien durch andere Zellen zu ersetzen. Zur Befruchtung einer Eizelle ist ein Samenfaden zwingend notwendig.

Besonderheiten beim Klinefelter-Syndrom (Englisch: Klinefelter Syndrome)

Auch bei einem Klinefelter-Syndrom ist in der Regel die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass in dem Hodengewebe Spermien gefunden werden können. Aktuell zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass in ca. 40% aller Klinefelter-Patienten, die im jugendlichen Alter ab ca. dem 15. Lebensjahr operiert werden, Spermien gefunden werden. Diese können dauerhaft, auch über Jahrzehnte, eingefroren eingelagert und für eine spätere Kinderwunschbehandlung genutzt werden. Auch bei erwachsenen Klinefelter-Männern finden sich in einem hohen Prozentsatz Spermien, auch wenn zu beobachten ist, dass die Wahrscheinlichkeit, Spermien zu finden, mit zunehmendem Lebensalter abnimmt. Eine TESE bei einem erwachsenen Klinefelter-Mann bedarf jedoch oftmals einer medikamentösen Vorbereitung. So muss eine dauerhafte direkte Testosterontherapie zunächst abgesetzt werden und ggf. eine Ersatztherapie eingeleitet werden. Diese Optionen besprechen wir ausführlich mit betroffenen Patienten.

Was  kostet die Mikro-TESE, die TESE und die Kryokonservierung bei Azoospermie?

Inwieweit die Kosten einer TESE (Entnahme  von Hodengewebe zur künstlichen Befruchtung) von den Krankenkassen getragen oder bezuschusst werden, muss individuell geklärt werden. Die Kosten der zusätzlich zur konventionellen Operation auf Sie zukommenden Kosten für die mikroskopische Operation werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen. So müssen Sie mit einem Eigenanteil rechnen. Diese Kosten belaufen sich auf 1.000 €. Zusätzlich entstehen Laborkosten in Höhe von 100 €. Bei privat versicherten Patienten erfolgt eine Übernahme der Kosten abhängig von Ihrem Vertrag im Ermessen ihrer Versicherung. Die Bearbeitungs- und Lagerungskosten der Proben sind variabel und liegen in der Verantwortung des Kinderwunschzentrums oder des einlagernden Instituts.

 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Information hilft, eine Entscheidung zu treffen und Abläufe zu verstehen. Weitere Fragen beantworten wir gerne.

Die TESE/Mikro-TESE ist eine genehmigungspflichtige Leistung durch die Bezirksregierung:

Die Entnahme und Weiterverarbeitung des Hodengewebes unterliegt den Bestimmungen des sog. europäischen Transplantationsgesetzes (Richtlinie 2004/23/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. März 2004 zur Festlegung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards für die Spende, Beschaffung, Testung, Verarbeitung, Konservierung, Lagerung und Verteilung von menschlichen Geweben und Zellen (ABl. EU Nr. L 102 S. 48).

Diese Richtlinie wurde in Form der Verordnung über die Anforderungen an Qualität und Sicherheit der Entnahme von Geweben und deren Übertragung nach dem Transplantationsgesetz (TPG-Gewebeverordnung – TPG-GewV) umgesetzt, die von den zuständigen Länderbehörden, in unserem Fall der Bezirksregierung Köln, überwacht wird.

Deshalb ist eine gesonderte Genehmigung für die Durchführung jeglicher Art von TESE/Mikro-TESE für den durchführenden Urologen oder Andrologen erforderlich. Die entsprechende Genehmigung liegt in unserem Fall vor.

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