Diagnostik
Labor
In unserem Serum-Labor wird ein Großteil der Blutproben, die in der Praxis abgenommen werden, mit modernster Technik direkt untersucht. Hierzu haben wir ein Chemi-Lumineszenzanalyse-Gerät, mit dem über 60 verschiedene Parameter pro Stunde untersucht werden können. Ein besonderer Fokus des Uro-Labors liegt natürlich auf der Urin-Diagnostik für mikrobiologische Untersuchungen und spezieller Zytologie, die ebenfalls in unserem eigenen Labor durchgeführt wird. Für den Ausschluss von Blasenkrebs führen wir zusätzlich auch spezialisierte immunologische Verfahren durch.
Mikrobiologie
In unserem mikrobiologischen Labor können Urin-Proben, Abstriche und Ejakulat-Proben auf jegliche Erreger wie Bakterien, Viren, Pilze und spezielle Organismen hin untersucht werden. Gleichzeitig erstellen wir ein antimikrobielles Profil, so dass bei pathologischen Befunden ein effektives Antibiotikum oder Antimycotikum gegeben werden kann.
Spermiogramme
Das Spermiogramm erlaubt eine Aussage über die männliche Fruchtbarkeit und ermöglicht eine spezielle andrologische Therapie. In unserer Praxis werden ca. 700 Spermiogramme/Jahr durchgeführt. Die Untersuchung erfolgt streng nach den Regeln der WHO und wird intern und extern regelmäßig qualitätszertifiziert. Neben den regelmäßig durchgeführten Parametern führen wir auch mikrobiologische Untersuchungen, Langzeit-Analysen und verschiedene Antikörper-Tests zur Differenzierung immunologischer Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches durch. Hierbei kann in einigen Fällen auch eine individualisierte Immundiagnostik in Bezug auf die Partnerin durchgeführt werden.
Ultraschall
In der Praxis stehen zwei moderne Siemens-Geräte, mit denen alle urologischen Untersuchungen durchgeführt werden können. Hierzu gehören auch der transrektale Ultraschall zur Beurteilung der Prostata, sowie ein Farb-Doppler und Farb-Triplex zur Untersuchung der Durchblutungseigenschaften verschiedener Organsysteme, sowie die Video-Sonographie.
Endourologie
Es stehen flexible und starre Blasenspiegelungsgeräte für Harnröhren- und Blasenspiegelungen zur Verfügung. Wir führen diese in unserem geprüften Eingriffsraum durch. Durch die spezialisierte Technik und unsere langjährige Erfahrung können wir diese oft angstbesetzten Untersuchungen minimalinvasiv und wenig belastend anbieten.
Uroflow
Mit dem Uroflow-Messgerät kann die Stäke des Harnstrahles gemessen werden. Hierdurch können präzise Aussagen zum Stand einer Erkrankung oder zum Verlauf einer Therapie gemacht werden. Eine einfache Untersuchung, die eine grossen Aussagekraft hat.
SKIT
Zur genaueren Differenzierung einer Erektionsstörung kann eine Schwellkörperinjektionstherapie sinnvoll sein. Hierbei wird ein Medikament schmerzlos in den Schwellkörper eingebracht. Anschließend können die Durchblutungsverhältnisse des Penis mittels der Farbdoppler-Ultraschalltechnik analysiert werden.
Prostatabiopsien
Zur Diagnose eines fraglichen Prostatakrebses können in der Praxis Prostatapunktionen durchgeführt werden.
Vorsorge/Prävention
Gesetzliche Krebsvorsorge
Die gesetzliche Vorsorge wird beim Mann ab einem Alter von 45 Jahren von den Krankenkassen übernommen. Hierzu zählen die Tastuntersuchung der Prostata und der Leistenregion sowie die Messung des Blutdruckes. Ab 50 Jahren wird ein Stuhltest angeboten, der eine Darmblutung anzeigen kann, ab 55 Jahren kann alle 10 Jahre eine Darmspiegelung zur Früherkennung von Dickdarmkrebs in Anspruch genommen werden.
Individuelle Spezialleistungen
Erweiterte Tumorvorsorge für den Mann
Neben den Vorsorgeleistungen der Krankenkassen kann ein erweiterter Gesundheitscheck für Sie sinnvoll sein. Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Sie als Männerarzt umfassend und ganzheitlichzu betreuen und in allen Gesundheitsfragen zu beraten. Wir bieten u.a. eingehende Ultraschalluntersuchung sowie mannigfaltige Blut- und Urinuntersuchungen an. Diese Untersuchungen können helfen, einen Großteil der häufigen Krebsarten im Frühstadium zu entdecken. Mit den Untersuchungen können Krebserkrankungen von Prostata, Niere, Blase, Harnleiter, Darm, Hoden und weiteren Bauchorganen wie Leber und Bauchspeicheldrüse aufgedeckt werden.
Im Rahmen unseres ganzheitlichen Anspruchs als Männerarzt bieten wir weiterhin Untersuchungen zur Gefäßgesundheit an. Im sogenannten Vascassist-Verfahren kann durch die vollautomatische und computerassistierte Messung des Knöchel-Arm Indexes zeitgleich zur Pulswellengeschwindigkeit und durch spezielle dynamische Ultraschallverfahren des arteriellen Gefäßsystems (FMD – Flow mediated Dilation) Frühformen der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) und anderer Gefäßerkrankungen aufgedeckt werden.
Potenz- und Hormonstörungen
In allen Altersstufen können Potenzstörungen auftreten, die durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden können. Mit der Einführung der modernen Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra stehen für viele Männer gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Allerdings kann aufgrund der hohen Kosten und der möglichen Nebenwirkungen der Medikamente eine ursächliche Behandlung sinnvoll sein. Auch vertragen viele Männer die Medikation schlecht oder die Wirkung ist nicht zufriedenstellend. Wir können durch gezielte Untersuchungen psychosomatische Störungen von hormonell bedingten Ursachen und organischen Erkrankungen abgrenzen. Je nach Befund können verschiedene Therapiemodalitäten für eine Verbesserung der Erektionsfähigkeit durchgeführt werden. Zu diesen gehören unter anderem eine orthomolekulare Therapie oder auch die sogenannte extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) zur Verbesserung der lokalen Durchblutung im Schwellkörper. Weiterhin besteht die Möglichkeit spezifischer medikamentöser Therapien zur Behandlung psychosomatischer Erektionsstörungen.
Des Weiteren können generelle Veränderungen der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit auf hormonelle Störungen hinweisen. Durch gezielte Diagnostik kann die Ursache entdeckt und durch eine geeignete Therapie behoben werden.
Abklärung der Zeugungsfähigkeit
Der Grund für das Ausbleiben einer Schwangerschaft bei bestehendem Kinderwunsch kann bei der Frau, aber auch beim Mann liegen. Um die Fruchtbarkeit aus männlicher Sicht zu prüfen, bieten wir verschiedene Methoden an. Die wichtigste Untersuchung ist hierbei das Spermiogramm. Es gibt aber weitere Funktionsprüfungen, die wir im Rahmen unserer Praxisangebote anbieten. Bei Vorhandensein deutlich pathologischer Befunde ist die Durchführung des Spermiogrammes eine Kassenleistung.
Abklärung sexuell übertragbaren Erkrankungen
Nicht alle sexuell übertragbaren Erkrankungen verursachen Symptome. Es gibt Situationen, in denen man eine solche Erkrankung ausgeschlossen wissen möchte, auch wenn es keine Beschwerden zu beklagen gibt. Wir können mit verschiedenen innovativen diagnostischen Mitteln eine Großzahl an potenziellen Erkrankungen ausschließen. So können Sie nahezu sicher sein, kein Übertragungsrisiko mit in Ihre Partnerschaft zu bringen.
Schallwellentherapie im urologischen Bereich
Die Behandlungsmethode der extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist in vielen Bereichen der Medizin bekannt und wird zum Beispiel in der Orthopädie seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Die Behandlung in der Urologie ist hingegen neu.
Einsatz bei Potenzstörungen
Gefäßerkrankungen sind eine der Hauptursachen von Erektionsstörungen. Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes und das Alter an sich kann zu Störungen der Blutgefäßversorgung im Penis und damit zu Störungen der Erektionsfähigkeit führen. Durch den gezielten und dabei schmerzlosen Einsatz von Schallwellen kann eine Regeneration der Schwellkörpergefäße erreicht werden. Durch die Schallwellen werden biochemische Abläufe in Gang gesetzt, die ein Aussprossen von neuen Blutgefäßen initiieren. Durch die Therapie wird also unmittelbar die Ursache der Erkrankung bekämpft und sie kann zu einer Besserung der Symptome führen. Aktuelle Studien, die in hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, zeigen sehr vielversprechende Ergebnisse dieses Verfahrens. In Kombination mit speziellen medikamentösen Begleittherapien kann die Effizienz dieser Therapieform weiter gesteigert werden. Patienten, die vorher Viagra, Levitra oder Cialis zur Verbesserung der Erektion einnehmen mussten, können nach der THerpaie ggf. auf diese Medikamente vollständig verzichten oder die Dosis reduzieren. Patienten, bei denen die Medikamente nicht mehr wirksam waren, können ggf. wieder gute Ergebnisse erzielen.
Einsatz bei der schmerzhaften Penisverkrümmung
Die Schallwellentherapie ist ein bereits gut untersuchtes Verfahren zur Behandlung der Penisverkrümmung. Gerade bei dem Symptom Schmerz kann es durch die Schallwellenbehandlung zu einer sehr positiv Beeinflussung kommen. In wissenschaftlichen Studien ist beschrieben, dass durch den Einsatz der Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden kann, so dass eine operative Therapie in einigen Fällen vermieden werden konnte.
Einsatz bei chronischen Prostatabeschwerden
Die Schallwellentherapie kann auch bei chronischen Prostatabeschwerden angewendet werden, soweit eine bakterielle Infektion sicher ausgeschlossen werden kann. Wissenschaftliche Studien haben bei dieser Anwendungsform deutliche Verbesserungen der Symptomatik zeigen können.
Wiederkehrende Blasenentzündungen und chronische Blasenschmerzen
Die Grundpfeiler der Behandlung von wiederkehrenden Blasenentzündungen und chronischen Blasenschmerzen bestehen im Ausschluss von zugrundeliegenden Erkrankungen und einer oft langzeitigen Behandlung mit Antibiotika. Daneben können in speziellen Fällen auch Impfungen zur Steigerung der Abwehrkraft der Blase oder das Einbringen von Substanzen zur Optimierung der inneren Schutzschicht der Blase die Beschwerden erheblich lindern.
Ambulante Operationen
Vasektomie/Sterilisation des Mannes
Die Vasektomie stellt eine der sichersten Verhütungsmethoden dar. Ein großer Vorteil bei diesem Eingriff liegt darin, dass die Partnerin auf eine hormonelle Verhütung verzichten kann, die mitunter das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkung birgt. Nach dem Eingriff ändert sich die Erektions- und die Ejakulationsfähigkeit nicht, der Samenerguss und die Orgasmusfähigkeit bleibt also unverändert. Prinzipiell kann der Eingriff wieder rückgängig gemacht werden. Dies wird jedoch nur in spezialisierten Kliniken mit Erfolg durchgeführt.
Die Vasektomie wird seit 2004 nicht mehr von der Krankenkasse übernommen, so dass in Deutschland je nach Praxis Kosten von ca. 400-700€ aufkommen. Ggf. können diese als außergewöhnliche Belastung bei der Steuer geltend gemacht werden.
Weitere Infos finden Sie auf unserer Vasektomie-Themen-Website.
Ablauf
Der Samenleiter wird am Scrotalansatz (Übergang von Hodensack zur Leiste) unter der Haut getastet und vom Operateur manuell fixiert. Mit einer feinen Spritze wird eine lokale Narkose um den Samenleiter und in das umgebende Gewebe platziert. Vor Beginn des Eingriffes wird die Narkosewirkung überprüft. Anschließend wird die Haut über dem Samenleiter etwa 1cm mit dem Skalpell eröffnet, das Gewebe wird leicht gespreizt und der Samenleiter mit einer Pinzette hervorgeholt. Der Samenleiter wird mit zwei Klemmen gefasst, ein Stück des Samenleiters von etwa 1 cm Länge wird mit einer Schere entfernt. Die beiden Enden werden mit Strom „verlötet“, vernäht und wieder zurück in den Hodensack fallen gelassen. Anschließend wird die Haut mit 2 Stichen genäht, wobei sich das Nahtmaterial in 2-3 Wochen von selbst auflöst und nicht gezogen werden muss. Nach einem sterilen Druckverband erfolgt das gleiche Vorgehen auf der Gegenseite. Insgesamt dauert der Eingriff etwa 15 Minuten.
Risiken
Die Risiken bei einer Vasektomie sind grundsätzlich gering, Komplikationen treten sehr selten auf. Generelle Risiken bei jeglichen operativen Eingriffen sind das Auftreten von Blutungen, Nachblutungen, Infektionen und überschießender Narbenbildung. Spezielle Risiken bei der Vasektomie sind dadurch bedingt, dass der Hoden auch nach der Operation weiter Spermien bildet, die anschließend in den Nebenhoden transportiert werden. Diese Spermien müssen im Nebenhoden abgebaut werden, da sie durch den unterbundenen Samenleiter nicht mehr entweichen können. Entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Neubildung von Spermien und Spermienabbau, kann es zu einem vorübergehendem leichten Druck im Hoden kommen, der manchmal unangenehm sein kann. Des weiteren ist bekannt, dass Nervenfasern, die mit dem Samenleitern durchtrennt werden, ggf. sogenannte Narbengranulome bilden und Schmerzen verursachen können. Das Risiko dafür ist ebenfalls sehr gering.
Zirkumzision (Beschneidung)
Eine Beschneidung kann aus ästhetischen, religiösen oder medizinischen Beweggründen sinnvoll sein. Zu den medizinischen Gründen gehören schmerzhafte Erektionen, wiederkehrende Hautinfektionen der Eichel oder gehäufte Einrisse der Vorhaut. Bei einer klassischen Vorhautverengung (Phimose) kann die Vorhaut auch bei erschlafftem Penis nicht zurückgezogen werden. Bei einer sogenannten relativen Phimose treten die Beschwerden der engen Vorhaut erst bei Erektion auf.
Zu bedenken ist, dass die Vorhaut eine Funktion besitzt. Zum einen schützt die Vorhaut die Eichel. Zum andern trägt sie Nervenfasern in sich, die zur sexuellen Stimulation beitragen. Insofern sollte eine Beschneidung gut überdacht werden.
Die mögliche Ausführung der Operation ist sehr vielfältig. Man unterscheidet oft zwei Aspekte: Zum Einen „loose“ oder „tight“. Im ersten Fall ist die Vorhaut ist recht locker und bedeckt ggf. noch einen Teil der Eichel. Im zweiten Fall ist die Eichel und die Eichelfurche komplett frei. Dies ist die häufig bei religiös motivierten Beschneidungen durchgeführte Version. Weiterhin spricht man oft von „high“ oder „low“. „High“ bedeutet, daß ein relativer breiter Streifen des inneren Vorhautblattes erhalten bleibt. Das innere Vorhautblatt ist sehr sensibel und kann zur Qualität des sexuellen Empfindens beitragen. Allerdings ist der Übergang von hellerem innerem Vorhautblatt zu dunklerem äußerem Vorhautblatt nach der Beschneidung gut sichtbar. Bei der „low“ Beschneidung wird fast das gesamte innere Vorhautblatt entfernt. Der Übergang von innerem zu äußerem Vorhautblatt ist nach dem Eingriff nicht so gut sichtbar. Durch eine eventuell geringere sexuelle Eregbarkeit soll es ggf. zu einer Verlängerung der Dauer des Geschlechtsverkehrs kommen. Studien haben diesbezüglich keine eindeutigen Ergebnisse erbracht.
Ablauf
Zunächst erfolgt eine Lokalnarkose, der sog. „Penisblock“. Hierbei wird am unteren Penisschaft das Lokalanästhetikum unter die Penishaut gespritzt. Vor Beginn des Eingriffes wird die Narkosewirkung mit einer Pinzette überprüft. Generell wird zunächst das äußere Vorhautblatt zirkulär mit dem Skalpell eröffnet, anschließend wird die Vorhaut zurückgezogen und das innere Vorhautblatt unterhalb des Eichelrandes eingeschnitten. Die Schnittränder von innerem und äußerem Vorhautblatt werden miteinander verbunden, in dem das dazwischenliegende Gewebe mit der Schere durchtrennt wird. Damit ist die Vorhaut entfernt. Danach erfolgt eine Blutstillung mit einer bipolaren Strompinzette. Wenn alle Blutungen gestillt sind, werden die freiliegenden Schnittränder mit feinem Nahtmaterial wieder miteinander verbunden. Die Fäden müssen nicht entfernt werden, da sich diese nach ca. 2-3 Wochen von alleine auflösen.
Formen
Radikal
Bei der radialen Zirkumzision wird die gesamte Vorhaut entfernt, so dass die Eichel komplett freiliegt.
Plastisch
Bei der partiellen Zirkumzision wird nur ein Teil der Vorhaut entfernt, so dass die Eichel und der sensible Eichelkranz zum Teil noch bedeckt sind. Hierbei ist zu bedenken, dass es gerade wenn die Phimose durch Narbenbildung entstanden ist, zu erneuter Narbenbildung und Wiederkehr der Verengung kommen kann.
Sensitive
Bei der Sensitive-Zirkumzision wird das innere Vorhautblatt weitestgehend möglich belassen. Das innere Vorhautblatt ist sehr viel empfindlicher auf Berührung, so dass auf diese Weise eine sexuelle Reizung zum Teil weiter aufrechterhalten werden kann. Da das innere Vorhautblatt perlmuttfarben schimmert, ist nach dieser Operation die Penishaut farblich „zweigeteilt“.
Risiken
Es können typische Komplikationen wie Blutungen, Nachblutungen Infektionen oder überschießende Narbenbildung auftreten. Speziell bei der Zirkumzision ist zu beachten, dass sie, einmal durchgeführt, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Aufgrund der anatomischen Verhältnisse nach der OP kann es zu einer Unzufriedenheit mit dem kosmetischen oder funktionellen Ergebnis kommen.
Weitere Optionen operativer Interventionen bei enger Vorhaut
Viele Männer möchten sich Ihre Vorhaut nicht entfernt lassen, da sie zu den sexuell sensiblen Geweben gehört. Für diese Fälle gibt es Möglichkeiten, die Vorhaut plastisch zu erweitern und dennoch zu erhalten
Tripple-Incision
Bei der Triple-Incision wird die Vorhaut nicht entfernt, sondern plastisch erweitert. Das geht mit einer relativen Verkürzung der Vorhaut einher, der Penis bleibt dabei unverändert. Bei der OP wird die Vorhaut längs bei 12, 5 und 7 Uhr um etwa 1-2 cm eingeschnitten und die entstandenen Wundränder gerändelt. Bei entzündlich bedingten Vorhautverengungen ist diese Methode nicht anzuraten, da erneute Vernarbungen auftreten können.
Erweiterungsplastik
Durch gezielte Schnitte im inneren Vorhautblatt kann eine Einschnürung beseitigt werden und damit die Vorhaut erhalten bleiben. Voraussetzung hierfür ist, dass eine umschriebene Einschnürung am inneren Vorhautblatt vorliegt. Durch erneute Narbenbildung kann die Verengung wiederkehren.
Meatotomie
Infekte können zu einer Verengung des Harnröhreneinganges führen. Dadurch kann es zu einer Verschlechterung des Harnstrahls bis hin zu Restharnbildung kommen. Diese Störung in der Blasenentleerung wiederum kann zu Blasenentzündungen führen. Gerade bei Frauen entsteht hieraus oft ein Teufelskreis aus Entzündung, Verschlimmerung der Verengung und daraufhin Verschlimmerung der ENtzündungen. Weiteres Symptom einer Harnröhrenenge kann das Bild einer Reizblase oder überaktiven Blase sein. Wird bei gehäuften Harnwegsinfekten oder bei Symptomen einer Reizblase in der urogynäkologischen Untersuchung eine Enge nachgewiesen, ist dies durch einen kleinen Eingriff zu beheben.
Ablauf
Unter örtlicher Betäubung wird ein kleiner Einschnitt, der wenige mm lang ist, an der Harnröhrenmündung im Bereich der Scheide durchgeführt. Der Einschnitt wird so vernäht, daß eine Wiederkehr der Enge sehr selten ist.
Risiken
In den ersten Tagen nach dem Eingriff kann es zu kleinen Blutungen kommen, die in der Wäsche oder bei der Genitalhygiene auffallen. Relevantere Blutungen sind sehr selten. Denkbar sind weiterhin Wundheilungsstörungen, die z.B. zu einer erneuten Enge führen könnten. Eine solche Wiederkehr der Enge ist bei dieser Technik aber sehr selten.
Frenulumplastik
Das Frenulum (Bändchen) verbindet die Vorhaut mit der Eichel. Ist das Frenulum zu kurz, kann dies Beschwerden bei Erektion machen indem das Bändchen gestreckt wird und an der Eichel zieht. Es kann bis zum Einriss des Frenulums kommen, was ggf. in einer deutlichen Blutung mündet, da im Frenulum ein kleine Arterie verläuft. Heilt der Einriss ab, kommt es normalerweise zu einer narbigen Verkürzung des Gewebes, so dass sich das Problem von Mal zu Mal verstärken kann. Eine Abhilfe kann mit einem kurzen plastischen Eingriff geschaffen werden.
Ablauf
Im Rahmen der „Frenulum-Plastik“ wird das Bändchen in lokaler Narkose quer eingeschnitten und anschließend längs wieder vernäht. Dadurch kann eine Verlängerung in dem Hautareal um 3-4cm geschaffen werden. Sollten durch den Eingriff störende Hautläppchen entstehen, werden diese aus kosmetischen Gründen entfernt. Der Eingriff dauert nur ca. 5 Minuten. Es wird selbstresorbierbares Nahtmaterial eingesetzt, welches sich nach ca. 2-3 Wochen auflöst, so dass die Entfernung der Fäden entfällt.
Risiken
Neben den typischen Komplikationen wir Blutung, Nachblutung, Entzündungen, und Narbenbildung kann es zu Lymphabflusstörungen kommen.
Prostata-Biopsien
Bei einer Erhöhung des PSA Wertes oder auffälligem Tastbefund der Prostata ist bei einem altersentsprechend fitten Mann eine Probenentnahme aus der Prostata (Biopsie) sinnvoll.
Ablauf
Die Probenentnahme wird in örtlicher Betäubung oder zusätzlich durch sog. Leitungsanästhesie der zur Prostata ziehenden Nerven durchgeführt. Unter sterilen Bedingungen werden unter Ultraschallkontrolle durch den After Proben aus der Prostata entnommen. Die Ultraschallsonde ist dabei nicht wesentlich größer als ein Finger. In einigen Fällen sind tumorverdächtige Areale im Ultraschall sichtbar, die dann gezielt biopsiert werden. Oft lassen sich aber auch keine Veränderungen erkennen. Dann ist neben der Zahl der Proben die Lokalisation der Probenentnahme entscheidend für die Aussagekraft. Es müssen repräsentative Proben aus allen entscheidenden Areale gewonnen werden.
Risiken
Vor dem Eingriff erhalten Sie die erste Antibiotikagabe, um das häufigste Risiko, die Infektion, gering zu halten. Leicht blutiger Urin für 1-2 Tage nach der Punktion sind normal. Auch das Ejakulat kann sich blutig verfärben. Eine meist rostfarbene Verfärbung des Spermas kann über Wochen anhalten. Blutungen aus dem After sind in geringem Maße für einige Tage normal. Stärkere Blutungen oder relevante Entzündungen wie einer Prostata- oder Nebenhodenentzündung sind selten.
Condylomexcision
Feigwarzen sind sexuell übertragbar und treten häufig an Penis, Unterbauch oder dem Genital- bis hin zum Afterbereich auf. Auch nach erfolgter Therapie können die Feigwarzen erneut auftreten. Nach der chirurgischen Therapie kann deshalb ggf. zusätzlich eine lokale Salbenbehandlung durchgeführt werden.
Ablauf
Zwei Verfahren der Entfernung sind etabliert: Die chirurgische Entfernung mit dem Messer und das Verdampfen mit dem Laser.
Insbesondere bei wenigen oder größeren Feigwarzen bietet die klassische Therpaie mit dem Skalpell einige Vorteile: Zum einen können auch tiefere Hautschichten erreicht werden und damit die Feigwarzen mitunter kompletter entfernt werden. Zum anderen werden die Feigwarzen mit dem Messer nicht wie beim Laser verdampft und die Viren werden damit nicht so leicht in die Umgebung gepreßt.
Unter örtlicher Betäubung werden unter sterilen Bedingungen die Feigwarzen ausgeschnitten. Nach der Blutstillung werden die Wunden präzise vernäht, um eine optimale Wundheilung und damit ideales kosmetisches Ergebnis zu ermöglichen. Zusätzlich wird der Wundgrund mit hochprozentiger Essigsäure-Lösung betupft, so dass auch eine chemische Destruktion der Basis der Warze stattfindet. Falls sich auch Feigwarzen unmittelbar am Harnröhrenausgang befinden, ist eine abschließende Harnröhrenspiegelung sinnvoll, damit eventuelle Warzen in der Harnröhre nicht übersehen werden.
Risiken
Die Wiederkehr der Feigwarzen ist möglich. Selten sind Blutungen oder Wundheilungsstörungen.
